Aktuelles im Winter 2021

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Unsere Homepage wurde für kleine digitale Endgeräte überarbeitet und aktualisiert. Wir empfehlen Ihnen besonders folgende Seiten:

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Unser neuer Online-Katalog integriert die Bestände von zehn Bibliotheken der Evangelischen Kirche der Pfalz und macht diese über eine gemeinsame Suchmaske abrufbar:

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Erstmals haben Sie Zugriff auf die Volltexte von mehr als 20 hochwertigen und aktuellen theologischen Zeitschriften, wenn Sie sich zuvor im Online-Ausleihkonto der BMZ angemeldet haben:

BMZ-Neuerwerbungen 2. & 3. Quartal 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, Ihnen 665 Neuerwerbungen (Bücher, Hefte, hochwertige eBooks, audiovisuelle und Online-Medien) aus dem 2. & 3. Quartal 2021 präsentieren zu dürfen. Es werden auch die Inhaltsbeschreibungen, die vergebenen Schlagworte sowie Internet-Links zu den Inhaltsverzeichnissen, Volltexten oder Filmdateien der jeweiligen Titel mit abgedruckt. Bitte beachten Sie, dass unmittelbar hinter den Verfasser-Namen die Geburtsdaten der Autoren erscheinen. Diese sind nicht mit den Erscheinungsjahren der Bücher zu verwechseln. Letztere werden im Text zwischen Verlagsangabe und Seitenzahl angezeigt. Viel Freude beim Stöbern wünscht Ihre Bibliotheks- und Medienzentrale. 

Ein Klick auf die Bilder unten führt zum Download der Listen.

Buch-Neuerwerbungen im Winter - einzeln vorgestellt

Thomas A. Seidel (Hg.):
Coram Deo versus Homo Deus - christliche Humanität statt Selbstvergottung

Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2021, 259 Seiten
ISBN 978-3-374-06735-0

Des Menschen Fortschrittsglaube gaukelt ihm vor, eines Tages wie Gott sein zu können. Im funda­mentalaufklärerischen Westen wird diese "Ursünde" zum letzten Ziel verklärt. Wir überwinden die Natur und werden zur Mensch-Maschine – perfekt, präpotent, unsterblich: Homo Deus! So lautet der Titel des Bestsellers von Yuval Noah Harari, dessen "Geschichte von Morgen" in einer "Daten-Religion" gipfelt, deren "Gott" der "Große Algorithmus" ist.

Diese neueste Vision des "neuen Menschen" löst alle klassi­schen Utopien seit Thomas Morus ab. Entstanden in den Milliardärs-Laboratorien des Silikon Valley findet sie längst globalen Zuspruch. Dieser "neue Mensch" hat keine "neuronal basierte" Lebensgeschichte mehr, keinen Charakter, kein Gesicht. Als Non-Corpus geistert er informationsoptimiert, aber geistlos durch das Sein auf der Suche nach dem Heil im Cyberspace. Gekauft wurde er mit dem propagandistischen Versprechen eines ins Unendliche gesteigerten Selbstbefriedigungsglücks, das so leidlos wie zeitlos ist.

Wie ist aus christlicher Perspektive solchen Utopien zu begegnen? Auf diese Frage will der Band angemessene Antworten geben. Vertreter aus Theologie, Philosophie und Naturwissenschaft rücken dem Problem mit Hilfe der Doppelstrategie von Analyse und Kritik zu Leibe.

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Wolfgang Beck (Hg.):
Theologie und Digitalität - ein Kompendium

Freiburg : Herder 2021, 524 Seiten
ISBN 978-3-451-38849-1

Die digitale Transformation ist in ihrer Dynamik und ihren Konsequenzen kaum zu fassen. Sie wirkt sich auch massiv auf Kirche und Theologie aus. Die Beiträge des umfangreichen Kompendiums sondieren ihre verschiedenen Facetten und bieten einen aufschlussreichen Überblick: die Kultur der Digitalität, die theologisch-anthropologische Dimension, die ekklesiale Dimension, die Gottesrede sowie medienethische Einordnungen.

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Carsten Jochum-Bortfeld:
Paulus in Ephesus - eine Expedition in die Entstehungszeit des Neuen Testaments

Gütersloh : Gütersloher Verlagshaus 2021, 270 Seiten
ISBN 978-3-579-07153-4

Auf Spurensuche in Ephesus: Ephesus - die antike Metropole in der heutigen Türkei war drei Jahre lang das Basislager, von dem aus Paulus seine Mission organisierte. Hier schrieb er Briefe an die Gemeinden in Korinth und Philippi. Der lange Aufenthalt in Ephesus wirkte sich auch auf weitere Briefe aus. Was machte diese Stadt mit dem Apostel?

Dieses Buch nimmt seine LeserInnen mit auf die Straßen und die Plätze, in die Häuser, Tempel und Werkstätten des alten Ephesus. Carsten Jochum-Bortfeld lädt auf eine Zeit- und Entdeckungsreise ein, die zeigt, wie Sprache und Denken, Bildwelt und theologische Motive bei Paulus geprägt sind von der verrückten Welt, die ihn umgab.

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Olaf Blaschke (Hg.):
Was glaubten die Deutschen zwischen 1933 und 1945? - Religion und Politik im Nationalsozialismus

Frankfurt am Main : Campus Verlag 2020, 540 Seiten
ISBN 978-3-593-51077-4

Entfaltete sich der Nationalsozialismus trotz oder wegen der christlichen Grundeinstellungen der Mehrheit der Deutschen? Entgegen der herkömmlichen Auffassung, die von einem "Kirchenkampf" zwischen NS-Bewegung und den beiden potenziell widerständigen Kirchen ausgeht, zeigt dieser Band, dass die Beziehungen zwischen Nationalsozialismus und Christentum komplex waren. Religion ist in den 1930er und 1940er Jahren nicht von vornherein nur als Faktor von Tradition, Resilienz und Resistenz, sondern auch als "mitlaufende Gegebenheit", möglicherweise sogar als stabilisierender Teilfaktor des Regimes zu begreifen. In diesem Sinne stellen die Beiträge die "hybride" Gläubigkeit vieler Deutscher – als Mitglied der Kirche und Teil der "Herrenrasse", als treue Christen und treue Nationalisten – zur Diskussion.

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Mariano Delgado (Hg.):
Apologie, Polemik, Dialog - Religionsgespräche in der Christentumsgeschichte und in der Religionsgeschichte
Basel : Schwabe Verlag 2021, 507 Seiten
ISBN 978-3-7965-4362-3

Religionen sind nicht gestiftet worden, um miteinander ins Gespräch zu treten. Trotzdem finden wir Religionsgespräche in allen großen Religionen. Besonders interessant sind sie, wenn man sie in einem weiten Sinne versteht, also auch als Auseinandersetzungen um den Kern religiöser Wahrheit, etwa im Zusammenhang von Herauslösungsprozessen einer Religion aus der anderen oder der Abgrenzung unterschiedlicher konfessioneller Auslegungen. Eine besondere Bedeutung haben Religionsgespräche in der Geschichte des Christentums: Man denke an die Streitgespräche Jesu mit den jüdischen Schriftgelehrten und Pharisäern oder an die vielfältigen interkonfessionellen und interreligiösen Gespräche heute. In einem weiten Bogen von der Bibel bis zur Gegenwart setzt sich der Band mit verschiedenen Formen von Religionsgesprächen auseinander.

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Rainer Bayreuther:
Der Sound Gottes - Kirchenmusik neu denken

München : Claudius 2021, 240 Seiten
ISBN 978-3-532-62859-1

Es ist die falsche Frage, ob wir bei der Suche nach dem Sound Gottes noch Gesangbuchlieder oder Bachkantaten singen oder ob wir es bleiben lassen sollen. Die richtige ist: Wie muss die Performance eines Gesangbuchlieds oder einer Kantate gedacht, komponiert, dekomponiert werden, damit durch sie der Sound Gottes strömt?

Rainer Bayreuther spricht sich leidenschaftlich für mehr experimentellen Mut in der Kirchenmusik, für den Einsatz auditiver Medien und die kreative Verknüpfung von digitaler und menschlicher Kommunikation aus. „Ich führe keinen musikalischen Bildersturm im Schilde. Ich gebe schlicht zu bedenken, dass ein göttliches Eingreifen im Klangereignis jenes Klangereignis inkommensurabel verändert.“

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Thomas Kaufmann (Hg.):
Hier stehe ich - Gewissen und Protest 1521 bis 2021 - Begleitband zur Landesausstellung, 3. Juli bis 30. Dezember 2021, Museum der Stadt Worms im Andreasstift

Worms : Worms Verlag 2021, 519 Seiten
ISBN 978-3-947884-26-1

Am 18. April 1521 widerstand der Mönch und Professor aus Wittenberg der einschüchternden Macht von Kaiser und Papsttum. Er weigerte sich, seine Schriften zu widerrufen und berief sich auf sein Gewissen. Dieses Ereignis wurde nachfolgend zu einem Mythos des Protestantismus und Martin Luther wurde zu einem deutschen Helden verklärt. Die Idee der Gewissensfreiheit entfaltete eine unübersehbare Wirkung, die bis in unsere Gegenwart reicht und nicht nur Eingang in Grund- und Menschenrechte fand, sondern auch zum Katalysator für weitere Forderungen nach Freiheit, Toleranz und Bürgerrechten wurde. Luther wurde vielfältig zum Vorbild für eigenverantwortliches Handeln und die Verpflichtung auf das eigene Gewissen im Widerstand gegen Intoleranz, Rassismus und Gewalt.

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Widerrufsverweigerung in Worms nimmt die Landesausstellung historische Persönlichkeiten in ihrem Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt in den Blick wie Martin Luther King, Nelson Mandela, Sophie Scholl, Olympe de Gouges, Georg Büchner, Bartolomé de las Casas, Moses Mendelssohn oder Sebastian Castellio und veranschaulicht die Aktualität für unsere Gegenwart.

Zahlreiche bedeutende Exponate, wie beispielsweise Kunsthandwerk, Gemälde, Druckgrafik, Kleidung, Schriftdokumente, Münzen und verschiedenste Gebrauchsgegenstände, bereichern die Ausstellung über Menschen und deren Eintreten für Rechte, die zu den bedeutendsten kulturellen Errungenschaften der Menschheit zählen. Der Katalog wird durch Aufsätze international renommierter Fachwissenschaftler ergänzt, die als Beiträge anlässlich der Tagung vom 16. bis 18. September 2019 in Worms "Hier stehe ich. Gewissen und Freiheit - Worms 1521" entstanden. 

Hans-Christian Kammler:
Jesus Christus, Grund und Mitte des Glaubens - exegetische Studien und theologische Aufsätze

Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2021, 461 Seiten
ISBN 978-3-374-06796-1

Jesus Christus bildet die Mitte des christlichen Glaubens, weshalb die Theologie als Ganze durch die Christologie bestimmt ist und von ihr her entfaltet werden kann. Das Bekenntnis der göttlichen Würde Christi war für die Alte Kirche und auch für Martin Luther von alles entscheidender Bedeutung. Das Buch zielt nicht zuletzt auf den Nachweis, dass dieses Bekenntnis seinen Grund im Christuszeugnis des Neuen Testaments hat und es keineswegs verzeichnet.

Die in dem Band vereinigten Studien sind zentralen Fragen und Themen des Glaubens gewidmet und verbinden eine wissenschaftlich begründete Schriftauslegung mit dem Bemühen um eine theologisch reflektierte Verantwortung des Wahrheitsanspruchs des Evangeliums. Sie wollen das Gespräch zwischen Exegese und Systematischer Theologie fördern und zugleich für die kirchliche Verkündigung relevant und hilfreich sein.

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Film-Neuerwerbungen im Winter - einzeln vorgestellt

Verschwörungserzählungen
Christopher Dillig, FWU, Dokumentarfilm, Deutschland 2021 
1 DVD-Video (21 Minuten)

Verschwörungserzählungen - gerade in Krisenzeiten haben sie Hochkonjunktur. Was ist das Wesen von Verschwörungserzählungen, wie entstehen sie, wer steckt dahinter und welches Verbreitungspotential bietet ihnen die digitale Welt? Gibt es bestimmte Personengruppen, die besonders anfällig für solche Erzählungen sind, und wie begegnet man ihnen? Und - warum und wie können Verschwörungserzählungen eine Gefahr für Demokratie und Gesellschaft werden und was kann man dagegen tun? Die Produktion begibt sich mit einem Sozialpsychologen, einer Medienwissenschaftlerin und einem Journalisten auf die Suche nach Antworten zu diesen Fragen.

Mit Verleih- und Vorführrechten!  
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Flucht im Namen Gottes - Die Hugenotten
Paul Wiederhold, Katholisches Filmwerk, Dokumentarischer Spielfilm, Deutschland 2019
1 DVD-Video (44 Minuten)

In Frankreich tobt 1685 zwischen Katholiken und Protestanten ein Krieg im Namen Gottes. König Ludwig XIV. sieht in den Hugenotten - der protestantischen Minderheit im Land - eine Bedrohung und löst mit einem Federstrich ihre Verfolgung aus. Wer seinem Glauben nicht abschwört und zum Katholizismus konvertiert, erfährt Gewalt und Willkür. Auch die Familie Loyal sowie die Kaufleute Boué und Godeffroy stehen vor der Entscheidung zu fliehen. Die Geschichte der Hugenotten handelt von Flucht, Vertreibung und der Hoffnung auf einen Neuanfang in der Fremde, wie das Dokudrama eindrucksvoll zeigt.

Mit Verleih- und Vorführrechten!  
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Wer aufgibt ist tot
Stephan Wagner, Katholisches Filmwerk, Spielfilm, Deutschland 2016 
1 DVD-Video (89 Minuten)

Nach einem heftigen Autounfall müsste ein gewissenhafter Außendienstmitarbeiter eigentlich tot sein, doch dank einer Anhalterin mit dem bezeichnenden Namen "Angie" verharrt er im Nirwana zwischen Himmel und Erde und darf den Tag vor seinem Tod immer neu durchleben, um manches anders oder besser zu machen. Derweil muss seine Frau entscheiden, ob die lebenserhaltenden Geräte im Krankenhaus noch Sinn machen. Interessante Variation des Klassikers "Und täglich grüßt das Murmeltier".

Mit Verleih- und Vorführrechten!   
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Kein Gold für Kalsaka
Michel K. Zongo, EZEF, Dokumentarfilm, Burkina Faso & Deutschland 2019
1 DVD-Video (79 Minuten)

Der industriell betriebene Goldabbau in Kalsaka durch eine britische Minengesellschaft und seine verheerenden Folgen stehen im Zentrum des Films. Der Regisseur M.K. Zongo stammt aus dieser im Norden von Burkina Faso gelegenen Region. Bei einer Versammlung der Dorfältesten von Kalsaka formulieren sie ihre Ohnmacht unmissverständlich. Blaise Compaoré, der gestürzte Premierminister Burkina Fasos, hatte dem Konzern die Konzession erteilt. Versprochen wurden ihnen einst Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und eine Verbesserung der Schul- und Gesundheitsversorgung. Geblieben sind ihnen nach der Einstellung des Goldabbaus verseuchte Brunnen, eine Kraterlandschaft und die schiere Verzweiflung. Von den 18 Tonnen Gold, die hier gefördert wurden, ist nichts bei der lokalen Bevölkerung angekommen. Doch die Menschen wehren sich gegen die Zerstörung ihrer Existenzgrundlage und sie haben nach den politischen Umwälzungen im Land an Selbstbewusstsein gewonnen.

Michel K. Zongo dokumentiert mit seinem Film nicht nur was geschehen ist, er kommentiert auch die Ereignisse selbst – zum einen durch kurze Einlagen eines Griots, zum andere durch kleine Sequenzen mit inszenierten Western-Anleihen. Der Regisseur unterstützt die Menschen auch bei ihren Bemühungen um Aufklärung und Entschädigung. Damit bleibt er seinem Verständnis von Filmemachen treu, nicht nur beobachtend zu dokumentieren, was geschehen ist, sondern sich auch in gesellschaftliche Veränderungen einzumischen.

Mit Verleih- und Vorführrechten!  
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Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".

Themenjahr 2021: Jüdisches Leben in Deutschland

Wir sind keine Dinosaurier - jung & jüdisch in Deutschland
Stefan Adam & Silke Stürmer, Evangelisches Medienhaus, Dokumentarfilm, Deutschland 2018
1 DVD-Video (20 Minuten)

Sie gehen zur Schule, haben viele Freunde und mögen alles, was mit Musik und Tanz zusammenhängt. Lisa, Eva und Samuel aus Süddeutschland sind Jugendliche jüdischen Glaubens. Wir begegnen ihnen zum ersten Mal beim "Jewrovision", dem größten jüdischen Sing- und Tanzfestival Europas. Hier spüren sie, dass sie keine Exoten sind. In ihrem Alltag fühlt sich das nicht immer so an. Sie kennen Ressentiments, gar Übergriffe, wollen nicht auf die Shoah reduziert werden und fühlen sich als junge Deutsche keineswegs verantwortlich für den Israel-Palästina-Konflikt, auch wenn ihnen der Staat Israel viel bedeutet.

"Wir sind keine Dinosaurier - Jung & jüdisch in Deutschland" zeigt, wie sie leben, denken, ihren Glauben praktizieren und zu Traditionen stehen. Darüber hinaus geht die Dokumentation auf Feiertage wie Chanukka ein, auf Gebetspraktiken in einer hiesigen Synagoge und versucht zu klären, wie "koscher" gekocht wird. Im Mittelpunkt aber stehen die drei Jugendlichen und wie sie - möglichst normal - ihr Leben gestalten.

Mit Verleih- und Vorführrechten!

Ekkehard Vollbach:
Dichter, Denker, Direktoren - Porträts deutscher Juden

Leipzig : Edition Chrismon 2020, 256 Seiten
ISBN 978-3-96038-243-0

Ihre Namen sagen uns heute wenig: Friedrich Gustav Jacob Henle, Clara Immerwahr, Gustav Weil oder Hermann und Leonhard Tietz. Wenn man aber bedenkt, dass der Anatom Henle als Könner am Mikroskop der erste war, der sich teilende Zellkerne dokumentierte und Clara Immerwahr eine der ersten Frauen Deutschlands, die studierte und als Chemikerin promovierte, dass wir ohne Gustav Weil die Märchen von Tausendundeiner Nacht im Deutschen nicht lesen könnten und die Gebrüder Tietz mit der "Erfindung" des Warenhauses und der Begründung von Hertie und Galeria Kaufhof unser Einkaufsverhalten auf lange Zeit revolutionierten, dann wird klar: Jüdische Frauen und Männer des 19. Jahrhunderts haben unsere Kultur nachhaltig geprägt.

Das Buch stellt zwanzig jüdische Persönlichkeiten vor - von bekannten wie Levy Strauß oder Abraham Mendelssohn Bartholdy bis hin zu heute weitgehend unbekannten Männern und Frauen. Es gewährt Einblick in deren Lebenswelt, in religiöse Traditionen und gesellschaftliche Milieus der damaligen Zeit und zeigt, dass jüdisches Leben aus unserer Kultur nicht wegzudenken ist - weder gestern noch heute.

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Raphael Rauch: 
"Visuelle Integration"? - Juden in westdeutschen Fernsehserien nach "Holocaust"

Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2018, 458 Seiten
ISBN 978-3-525-31048-9

Die amerikanische Serie TV-Serie Holocaust wurde im Januar 1979 in Deutschland ausgestrahlt und hatte eine damals nicht vorstellbare Wirkung. Über 20 Millionen Menschen sahen das Medienereignis und wurden so intensiv und emotional enorm berührend mit dem nationalsozialistischen Massenmord konfrontiert. Die Ausstrahlung von Holocaust gilt als erinnerungsgeschichtliche Zäsur und Meilenstein in der Aufarbeitung der NS-Gräuel. Der Begriff Holocaust wurde 1979 "Wort des Jahres" und gab jenem Verbrechen, das Winston Churchill noch "crime without a name" bezeichnete, einen Namen.

Lange Zeit hatten die Deutschen noch unreflektiert in der nationalsozialistischen Terminologie von der "Endlösung" gesprochen. Der Erfolg der amerikanischen Holocaust-Produktion ermutigte deutsche Rundfunkanstalten, eigene Serien zum Dritten Reich in Auftrag zu geben. Sie hatten eine "visuelle Integration" jüdischer Figuren zum Ziel. Darunter verstand der Schriftsteller Wolfdietrich Schnurre ein gesellschaftspolitisches Anliegen: Durch das Sichtbarmachen jüdischer Kultur im Fernsehen sollte diese nicht nur ins Fernsehen, sondern auch in das Bewusstsein der bundesrepublikanischen Gesellschaft gerückt werden.

Ausgehend vom gesellschaftspädagogischen Auftrag und Selbstverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zeigt diese Studie, wie das normative Anliegen der "visuellen Integration" in den erinnerungspolitisch aufgeladenen 1980er-Jahren im Spannungsfeld von Aufklärungswillen und Geschichtsvergessenheit nur bedingt erreicht wurde. Als Fallbeispiele dienen "Soll und Haben", "Holocaust", "Ein Stück Himmel", "Heimat", "Levin und Gutman" sowie "Kir Royal".

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Uwe von Seltmann: 
Wir sind da! : 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland 
Erlangen : Homunculus 2021, 344 Seiten 
ISBN 978-3-946120-81-0 

Im Jahr 321, vor 1700 Jahren, wurden zum ersten Mal Juden auf deutschen Territorien urkundlich erwähnt. Das Buch zum Jubiläumsjahr 2021 zeigt die Vielfältigkeit des gegenwärtigen jüdischen Lebens und erzählt die reichhaltige Geschichte des deutschen Judentums von den Anfängen im Mittelalter über den langen Kampf um Gleichberechtigung und den schwierigen Neuanfang nach der Schoah bis heute.

Unter dem Motto »Wir sind da« – entnommen einem Liedtext des jiddischen Dichters Leyb Rozenthal – will es Antworten auf die aktuellen Fragen der jüdischen Community anbieten: Wer sind wir? Woher kommen wir? In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Gibt es eine deutsch-jüdische Kultur? Kann es ein »normales jüdisches Leben« in einem Land geben, das sechs Millionen ermordete Jüdinnen und Juden auf dem Gewissen hat und bis heute nicht frei von Antisemitismus ist? Zahlreiche Abbildungen und biografische Porträts jüdischer Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Epochen illustrieren den Reichtum der 1700-jährigen Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland.

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